Futter

Das Magazin für den Bauch

Ev. Journalistenschule Berlin · 10. Jg.

Schwarzes Gold

Written by Nina Marie Bust-Bartels und Ortrun Schütz, 6 Jahren ago, 12.614 Comments

Lakritze ist mehr als Schnecke. Die Süßholz-Nascherei gibt`s doppelt gesalzen, mit Veilchenextrakt und sogar geräuchert. Schmecken tut’s aber nicht jedem. Die Niederländerinnen und Niederländer halten den Weltrekord: Sie essen zwei Kilo des schwarzen Goldes pro Kopf und Jahr. Die Deutschen bringen es auf nur 200 Gramm. Dabei schmeckt Lakritze nicht nur, sie sieht auch gut aus. Lasst uns Süßholz raspeln!

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Lakritze ist ein norddeutsches Ding. Der erste Lakritzladen Deutschlands öffnete aber in Berlin.
Um die 500 Sorten gibt es im Laden: Zum Beispiel Lakritze mit Ingwer- oder Brombeergeschmack; geräuchert und mit Birkenteer oder Lakritzbonbon mit Banane-Zitrone-Schichten.
Früher gab es Lakritze nur in der Apotheke. Die Salmiak-Pastillen waren mehr Medizin als Süßigkeit. Ihr Süßholz ist gut für den Magen, das Salmiak schmiert Hals und Stimme.
Das Süßholz der Lakritze kannten schon die Ägypter. Als Grabbeigabe sollte es auf der letzten Reise Hunger und Durst stillen.
Lakritz-Vorlieben sind überall verschieden: Am Mittelmeer wächst Süßholz, deswegen mögen Franzosen, Italiener und Spanier ihr Lakritz ursprünglich herb. Weiter im Norden kommt mehr Zucker dazu.
In Deutschland verläuft der Lakritzäquator unterhalb des Rheinlandes. Die Süddeutschen rümpfen die Nase. Dort heißt Lakritz Bärendreck und steht im Verdacht, aus Ochsen- und Pferdeblut zu bestehen.
Alles Quatsch: Das tiefe Schwarz des Goldes kommt weder von Tieren, noch aus dem Chemielabor. Pflanzlicher Kohlenstoff aus der Süßholzwurzel gibt der Lakritze ihre Farbe.

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